Sleep no more!

Eine verbotene Bar mit 20er Jahre Flair, Spielkarten mit Fledermäusen, Irrenanstalten wie aus einem Gruselfilm, Krimis im Film Noir Stil und eine unglaubliche Inszenierung mit wahnsinnig viel Liebe zum Detail. Na, wer denkt bei dieser Aufzählung nicht an Macbeth? Was, nicht widererkannt? Völlig egal. Denn das, was sich innerhalb der drei Stunden Aufführung und auf den fünf Ebenen des alten Gebäudes abspielen, ist viel mehr als eine bloße Widergabe des altbekannten Stückes. Es gibt keine Bühne, es gibt nur Zuschauer und Darsteller, die sich in der Menge mischen und so ein unglaublich intensives Theatererlebnis erzeugen. Jeder, der keine Maske trägt, gehört zu den Darstellern, die Zuschauer sind stumme Teilnehmer, die nur beobachten (keine Sorge, keine Interaktion erwartet), an einen Chor aus der griechischen, klassischen Tragödie erinnernd. Jeder Raum ist freigegeben zum Stöbern, erleben, erforschen. Jede Requisite darf in die Hand genommen, jede Schublade geöffnet, jedes Möbelstück benutzt werden. „Be adventurous and curious“, wie man schon in der Einführung aufgefordert wird.

Nicht ansatzweise verstanden was bei „Sleep no more“ geschieht? Egal. Trotzdem neugierig geworden? Hervorragend! Nichts wie hin, es lohnt sich. Beim Verlassen des Theaters ist man versucht zu sagen: „Allein dafür würde sich ein Umzug nach New York lohnen.“

Und wer jetzt unbefriedigt ist durch meine verwirrende Beschreibung: vielleicht hilft die Sleep no more Homepage.

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